Weinkarte erstellen: Regeln, Aufbau und die digitale Fassung

Eine Weinkarte erstellen heißt: Jeder Wein braucht Bezeichnung, Jahrgang, Herkunft, Rebsorte, die Ausschankmenge und den Preis dazu, plus die Kennzeichnung der Sulfite. Das ist der Pflichtteil. Der Rest ist Handwerk: Glas- und Flaschenpreise trennen, offene Weine von Flaschenweinen abgrenzen, die Reihenfolge nach Farbe und Süßegrad sortieren. Wer die Karte digital führt, ändert einen ausgelaufenen Jahrgang in einer Minute statt den Flyer neu zu drucken. Bei VeloMenu ist die Weinkarte Teil der digitalen Karte: Full-Service 99 € Einrichtung plus 29 € im Monat, Einmalkauf 299 € einmalig, jeweils zzgl. USt.
Was muss auf einer Weinkarte stehen?
Mehr, als die meisten Karten zeigen. Der Gast muss erkennen, was er bestellt und was es kostet, und zwar ohne zu fragen. In der Praxis gehören sechs Angaben je Position auf die Karte: die Bezeichnung des Weins, der Jahrgang, die Herkunft (Anbaugebiet oder Land), die Rebsorte, die Ausschankmenge und der Preis. Dazu kommt die Angabe zum Geschmack, also trocken, halbtrocken, feinherb oder lieblich. Das ist keine Formsache: Wer "Riesling, 6,50" schreibt, lässt offen, ob das ein Viertel oder ein Achtel ist, und genau daran entstehen Diskussionen am Tisch.
Bei Flaschenweinen kommt der Erzeuger dazu, meist als Weingut. Bei offenen Weinen reicht Rebsorte, Jahrgang und Region, wenn der Erzeuger wechselt. Wichtig ist, dass du beides nicht vermischst: Eine Karte, in der Glas- und Flaschenpreise durcheinanderlaufen, wirkt unordentlich und führt zu Nachfragen beim Service.
Welche Regeln gelten rechtlich?
Drei Regelwerke greifen gleichzeitig, und sie betreffen unterschiedliche Teile der Karte.
Die Preisangabenverordnung verlangt, dass du Endpreise nennst, also inklusive Umsatzsteuer, und dass bei Getränken die Ausschankmenge erkennbar ist. Eine Spalte "0,2 l" über den Preisen erfüllt das; ein Preis ohne Mengenangabe nicht. Das Preisverzeichnis muss dem Gast vorgelegt werden oder gut sichtbar aushängen. Eine digitale Karte am Tisch erfüllt das, solange der Zugang nicht an einer App oder Anmeldung hängt.
Die Lebensmittelinformationsverordnung, kurz LMIV, regelt die Allergene. Für Wein ist vor allem Nummer 12 aus Anhang II einschlägig: Schwefeldioxid und Sulfite ab einer Konzentration von mehr als 10 Milligramm je Liter sind kennzeichnungspflichtig. Das trifft praktisch jeden Wein, auch viele Bio-Weine. Mehr zur Systematik steht auf der Seite Allergene.
Das europäische Weinrecht regelt die Bezeichnungen selbst. Begriffe wie Qualitätswein, Prädikatswein, Kabinett oder Spätlese sind geschützt und dürfen nur verwendet werden, wenn der Wein sie trägt. Schreib ab, was auf dem Etikett steht, und erfinde nichts dazu. Das klingt selbstverständlich, ist aber der häufigste Fehler in selbstgebauten Karten.

Welche Allergene stecken im Wein?
Mehr als nur Sulfite, und das überrascht viele Gastronomen. Drei Gruppen sind relevant:
- Sulfite (Schwefeldioxid). Entstehen bei der Gärung und werden zur Haltbarkeit zugesetzt. Ab mehr als 10 mg je Liter kennzeichnungspflichtig, was auf fast jeden Wein zutrifft. Auf der Karte erscheint der Kennbuchstabe für Sulfite an der Position, in der Legende die Erklärung.
- Ei und Milch als Schönungsmittel. Hühnereiweiß und Kasein werden eingesetzt, um Wein zu klären. Bleiben Reste im fertigen Wein, sind sie ab 0,25 mg je Liter anzugeben. Welche Weine betroffen sind, steht im Datenblatt des Erzeugers, nicht im Internet.
- Sulfite in Likörwein, Sekt und Perlwein. Dort liegen die Werte oft höher als im Stillwein. Für die Karte gilt dieselbe Schwelle.
Die Angaben kommen aus den Produktdatenblättern deiner Lieferanten. Wenn dort nichts steht, frage nach. Die Verantwortung für die Richtigkeit liegt bei dir als Lebensmittelunternehmer, nicht beim Kartenanbieter: Wir übernehmen deine Angaben unverändert und schulden keine lebensmittelrechtliche Prüfung, so steht es in § 5 unserer AGB.
Wie trennst du Glas- und Flaschenpreise?
Mit zwei Spalten oder zwei Blöcken, nie mit einem Preis für beides. In der Praxis haben sich zwei Aufbauten bewährt. Entweder du führst alle Weine in einer Liste und setzt zwei Preisspalten daneben, überschrieben mit "0,2 l" und "0,75 l". Oder du trennst in "Offene Weine" und "Flaschenweine", was sauberer wirkt, wenn das Flaschensortiment deutlich grösser ist als die offene Auswahl.
Die zweite Variante hat einen praktischen Vorteil: Offene Weine wechseln häufiger. Wenn der Grauburgunder im Glas ausläuft und ein anderer nachkommt, betrifft das nur einen kurzen Block, nicht die ganze Karte. Bei einer digitalen Karte kommt noch etwas dazu: Du kannst eine ausverkaufte Position verschwinden lassen, statt sie durchzustreichen. Der Gast sieht, was es gibt, nicht was es nicht mehr gibt.

In welcher Reihenfolge sortierst du die Weine?
Von leicht nach schwer, innerhalb der Farben. Die übliche Abfolge ist: Schaumwein, Weißwein, Roséwein, Rotwein, Süßwein. Innerhalb der Weißweine beginnt die Liste beim trockenen, leichten Wein und endet beim kräftigen oder restsüssen. Das entspricht der Reihenfolge, in der man Wein verkostet, und es hilft dem Gast bei der Auswahl.
Die Alternative ist die Sortierung nach Region, die vor allem Weingüter und Vinotheken nutzen. Sie funktioniert, wenn das Sortiment einen Schwerpunkt hat, etwa ausschliesslich Franken oder nur italienische Weine. Bei gemischtem Sortiment führt sie dazu, dass der Gast springen muss. Was nicht funktioniert: Sortierung nach Preis. Sie lenkt den Blick sofort auf die billigste Zeile und arbeitet gegen dich.
Was kostet es, eine Weinkarte erstellen zu lassen?
Bei VeloMenu ist die Weinkarte kein Extra, sondern Teil der Karte. Zwei Wege:
| Variante | Preis | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Einmalkauf | 299 € einmalig | dein Sortiment stabil ist und du Jahrgänge selbst nachträgst |
| Full-Service, Jahresvertrag | 99 € + 29 €/Monat | offene Weine wechseln und jemand die Pflege übernehmen soll |
| Full-Service, monatlich kündbar | 99 € + 39 €/Monat | du saisonal arbeitest und im Winter pausierst |
Alle Preise zzgl. USt. Im Einmalkauf bekommst du die Karte als Dateipaket übergeben und hostest sie selbst, was eigenen Webspace voraussetzt. Im Full-Service läuft sie unter einer eigenen Adresse, und jede Änderung setzen wir innerhalb von 24 Stunden an Werktagen um. Die vollständige Aufstellung steht auf der Seite Kosten.

Weinkarte selbst erstellen oder erstellen lassen?
Das hängt weniger am Können als an der Frequenz. Eine Weinkarte selbst zu bauen ist machbar: Eine Tabelle in Word oder eine Vorlage in Canva reicht für den ersten Aufschlag, und für ein stabiles Sortiment mit zwölf Flaschenweinen kann das jahrelang genügen. Der Aufwand entsteht nicht beim ersten Mal, sondern beim zwanzigsten.
Rechne es durch: Ein Jahrgangswechsel, eine Preisanpassung beim Lieferanten, zwei neue offene Weine zur Saison, dazu der Druck. Wer das viermal im Jahr macht, verbringt pro Runde eine bis zwei Stunden mit Datei, Korrektur und Druckerei. Das ist der Punkt, an dem Karten veralten: nicht weil niemand will, sondern weil es zwischen Mittag- und Abendgeschäft liegen bleibt. Eine ehrliche Entscheidungshilfe steht auf der Seite Einmalkauf oder Full-Service.
Gibt es eine kostenlose Weinkarten-Vorlage?
Viele, und für den Anfang taugen sie. Was kostenlose Vorlagen typischerweise nicht mitbringen: die Allergen-Kennbuchstaben samt Legende, eine zweite Spalte für Ausschankmengen, eine englische Fassung und die Pflege. Du bekommst ein Layout, nicht die Pflichtangaben. Wer eine Vorlage nutzt, sollte deshalb vor dem Druck drei Dinge prüfen: Steht an jeder Position die Menge? Ist der Sulfit-Hinweis vorhanden und erklärt? Sind Glas- und Flaschenpreis unterscheidbar?
Wir arbeiten bewusst ohne Vorlagen-Download, weil die Karte aus deinen Daten entsteht und nicht aus einem Muster. Wie das praktisch aussieht, steht auf der Seite Speisekarte-Vorlage, und eine fertige Karte kannst du sich auf der Beispielkarte ansehen.

Warum eine Weinkarte digital besser funktioniert
Weil sich an ihr häufiger etwas ändert als an der Speisekarte. Ein Jahrgang läuft aus, ein Winzer liefert nicht, der offene Rosé ist im September weg. Auf Papier bedeutet jede dieser Änderungen entweder eine durchgestrichene Zeile oder einen Neudruck. Digital bedeutet sie eine Nachricht und eine Minute Arbeit.
Dazu kommt ein Punkt, der oft übersehen wird: Der QR-Code bleibt derselbe. Du kannst die Karte beliebig oft ändern, ohne neue Aufsteller zu brauchen. Gedruckte Codes auf Tischaufstellern, Flyern oder im Schaufenster bleiben gültig. Das ist der Unterschied zwischen einem Dokument, das du austauschst, und einer Adresse, hinter der sich der Inhalt ändert. Wie das technisch funktioniert, steht auf der Seite QR-Speisekarte erstellen.
Wie oft solltest du die Weinkarte prüfen?
Für offene Weine lohnt ein wöchentlicher Blick, für Flaschenweine ein monatlicher. Das ist weniger Aufwand als es klingt, wenn die Karte digital ist: Du schaust auf die Liste, vergleichst mit dem Lager und schickst die Abweichungen. Im Full-Service ist das eine E-Mail, danach stimmt die Karte wieder.
Zwei Termine solltest du dir vormerken. Erstens den Saisonwechsel, weil sich dann die offene Auswahl ohnehin verschiebt. Zweitens die Jahrgangsumstellung beim Hauptlieferanten, weil danach fast jede Zeile eine neue Zahl trägt. Wer diese zwei Punkte im Kalender hat, läuft nie mit einer falschen Karte. Mehr dazu im Ratgeber Speisekarte online aktuell halten.

Weinkarte auf Englisch: Was muss übersetzt werden?
Weniger als bei der Speisekarte, aber nicht nichts. Weinnamen, Rebsorten und Herkunftsbezeichnungen bleiben stehen: Ein Riesling heißt auf Englisch Riesling, und Rheinhessen bleibt Rheinhessen. Übersetzt werden die Kategorien, die Geschmacksangaben und die Allergen-Legende. Aus "trocken" wird "dry", aus "halbtrocken" wird "medium dry", aus "Schwefeldioxid und Sulfite" wird "sulphur dioxide and sulphites".
Genau die Legende ist der Teil, der in selbstgebauten Karten regelmäßig fehlt. Wenn ein internationaler Gast die Kennbuchstaben sieht, aber die Erklärung nur auf Deutsch vorliegt, ist die Kennzeichnung praktisch wertlos. Bei VeloMenu ist die englische Fassung in beiden Paketen enthalten und wird mitgepflegt, Legende inklusive. Details stehen auf der Seite Speisekarte übersetzen.
Weinkarte und Speisekarte zusammen oder getrennt?
Zusammen, aber als eigener Bereich. Eine getrennte Karte bedeutet einen zweiten QR-Code, einen zweiten Aufsteller und die Chance, dass der Gast den Wein gar nicht sieht. Ein eigener Bereich innerhalb derselben Karte löst das: Der Gast springt über die Kategorie-Navigation direkt zu den Weinen, ohne durch die Hauptgerichte zu scrollen.
Für Betriebe mit sehr großem Weinsortiment, etwa Vinotheken oder Weingüter mit Ausschank, kann eine eigene Karte sinnvoll sein. Die Grenze liegt erfahrungsgemäß bei etwa vierzig Positionen: Darunter gehört der Wein in die Hauptkarte, darüber wird eine eigene Karte übersichtlicher. Wie sich das bei Getränken allgemein verhält, steht auf der Seite Getränkekarte.

Wie baust du Weinempfehlungen zum Gericht ein?
Als kurzen Hinweis an der Weinposition, nicht als Fließtext. "Passt zu Wild und Schmorgerichten" reicht und wirkt besser als ein Absatz über Aromen. Der Gast liest am Tisch in kurzen Blicken, nicht in Ruhe.
Die zweite Variante ist der Hinweis am Gericht statt am Wein, also "dazu empfehlen wir den Grauburgunder". Das funktioniert, verdoppelt aber den Pflegeaufwand: Läuft der Wein aus, musst du auch die Speisekarte anfassen. Wer beide Richtungen pflegen will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass jede Jahrgangsumstellung dann zwei Stellen betrifft. Bei einer digital gepflegten Karte ist das vertretbar, bei einer gedruckten selten.
Die häufigsten Fehler auf Weinkarten
Fünf Dinge fallen bei der Durchsicht fremder Karten immer wieder auf:
- Preis ohne Menge. "Riesling 6,50" lässt offen, ob 0,1 l oder 0,2 l gemeint sind. Die Preisangabenverordnung verlangt die Menge, und der Service muss sonst nachfragen.
- Fehlende Sulfit-Kennzeichnung. Betrifft fast jeden Wein und ist der häufigste Mangel bei Kontrollen.
- Legende ohne Zuordnung. Die vierzehn Allergene sind abgedruckt, aber an keiner Position steht ein Kennbuchstabe. Dann erfüllt die Karte ihren Zweck nicht.
- Veraltete Jahrgänge. Steht 2021 auf der Karte und 2023 im Glas, ist die Angabe falsch, nicht nur ungenau.
- Durchgestrichene Zeilen. Sie zeigen dem Gast, was er nicht bekommt. Digital lässt sich die Position einfach ausblenden.

Weinkarte digital anfragen
Schick uns ein Foto oder die PDF deiner aktuellen Karte. Du bekommst innerhalb eines Werktags ein schriftliches Angebot als persönlichen Link, ohne Verkaufsgespräch. Die Vorschau deiner Karte folgt nach der Bestellung, bezahlt wird erst nach deiner Freigabe.
Angebot anfragenHäufige Fragen zur Weinkarte
Was muss auf einer Weinkarte stehen?
Je Position Bezeichnung, Jahrgang, Herkunft, Rebsorte, Ausschankmenge und Preis, dazu die Geschmacksangabe wie trocken oder halbtrocken. Bei Flaschenweinen kommt der Erzeuger hinzu. Pflicht ist außerdem die Kennzeichnung der Sulfite.
Muss ich Sulfite auf der Weinkarte angeben?
Ja, sobald der Wein mehr als 10 Milligramm Schwefeldioxid je Liter enthält. Das trifft praktisch auf jeden Wein zu, auch auf viele Bio-Weine. Grundlage ist Anhang II Nummer 12 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.
Welche Allergene können im Wein außer Sulfiten stecken?
Ei und Milch als Schönungsmittel. Hühnereiweiß und Kasein werden zum Klären eingesetzt; bleiben Reste im fertigen Wein, sind sie ab 0,25 Milligramm je Liter anzugeben. Welche Weine betroffen sind, steht im Datenblatt des Erzeugers.
Muss die Ausschankmenge auf der Karte stehen?
Ja. Die Preisangabenverordnung verlangt Endpreise und eine erkennbare Ausschankmenge. Ein Preis ohne Mengenangabe erfüllt das nicht. In der Praxis löst man es mit einer Spalte wie 0,2 l über den Preisen.
In welcher Reihenfolge sortiere ich die Weine?
Üblich ist Schaumwein, Weißwein, Rosé, Rotwein, Süßwein, innerhalb der Farben von leicht und trocken zu kräftig oder restsüß. Eine Sortierung nach Preis ist ungünstig, weil sie den Blick auf die billigste Zeile lenkt.
Glas- und Flaschenpreise zusammen oder getrennt?
Getrennt, entweder in zwei Preisspalten oder in zwei Blöcken. Ein Preis für beides führt zu Nachfragen beim Service. Die Trennung in offene Weine und Flaschenweine hat den Vorteil, dass Wechsel bei offenen Weinen nur einen kurzen Block betreffen.
Gibt es eine kostenlose Weinkarten-Vorlage?
Viele, und für den Anfang taugen sie. Was sie meist nicht mitbringen: Allergen-Kennbuchstaben samt Legende, eine Spalte für Ausschankmengen, eine englische Fassung und die Pflege. Du bekommst ein Layout, nicht die Pflichtangaben.
Kann ich die Weinkarte selbst erstellen?
Ja, mit einer Tabelle oder einer Vorlage. Der Aufwand entsteht nicht beim ersten Mal, sondern bei jedem Jahrgangswechsel, jeder Preisanpassung und jedem neuen offenen Wein. Wer das viermal im Jahr macht, rechnet pro Runde mit ein bis zwei Stunden plus Druck.
Was kostet eine digitale Weinkarte?
Bei VeloMenu ist sie Teil der Karte, kein Extra. Einmalkauf 299 € einmalig, Full-Service 99 € Einrichtung plus 29 € im Monat im Jahresvertrag, monatlich kündbar 39 €. Alle Preise zzgl. USt.
Wie schnell ist ein Jahrgangswechsel online?
Im Full-Service innerhalb von 24 Stunden an Werktagen nach deiner Nachricht. Wird die Frist überschritten, ohne dass Urlaub oder Krankheit angekündigt war, entfällt das monatliche Entgelt für den laufenden Monat. Das steht in § 4 der AGB.
Brauche ich einen eigenen QR-Code für die Weinkarte?
Nein, und meist ist es besser, keinen zu haben. Ein zweiter Code bedeutet einen zweiten Aufsteller und die Chance, dass der Gast den Wein nicht sieht. Ein eigener Bereich in derselben Karte mit Sprung über die Kategorie-Navigation löst das.
Ab wann lohnt eine getrennte Weinkarte?
Erfahrungsgemäß ab etwa vierzig Positionen. Darunter gehört der Wein in die Hauptkarte, darüber wird eine eigene Karte übersichtlicher. Für Vinotheken und Weingüter mit Ausschank ist die getrennte Karte oft von Anfang an sinnvoll.
Muss die Weinkarte auf Englisch vorliegen?
Vorgeschrieben ist es nicht, in Tourismuslagen aber praktisch Grundausstattung. Weinnamen, Rebsorten und Herkunft bleiben stehen; übersetzt werden Kategorien, Geschmacksangaben und die Allergen-Legende. Genau die Legende fehlt in selbstgebauten Karten häufig.
Was passiert, wenn ein Wein ausverkauft ist?
Auf einer digitalen Karte blendest du die Position aus, statt sie durchzustreichen. Der Gast sieht, was es gibt, nicht was es nicht mehr gibt. Auf Papier bleibt nur der Strich oder der Neudruck.
Darf ich Begriffe wie Spätlese oder Kabinett frei verwenden?
Nein. Qualitätsbezeichnungen sind im europäischen Weinrecht geschützt und dürfen nur verwendet werden, wenn der Wein sie trägt. Übernimm die Angaben vom Etikett und ergänze nichts aus dem Gedächtnis.
Wie oft sollte ich die Weinkarte prüfen?
Offene Weine wöchentlich, Flaschenweine monatlich. Zwei Termine gehören in den Kalender: der Saisonwechsel und die Jahrgangsumstellung beim Hauptlieferanten. Danach trägt fast jede Zeile eine neue Zahl.
Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), Anhang II Nr. 12 für Schwefeldioxid und Sulfite ab mehr als 10 mg/l; Verordnung (EU) Nr. 579/2012 für Ei- und Milcherzeugnisse als Schönungsmittel ab 0,25 mg/l; Preisangabenverordnung für Endpreise und Ausschankmengen; EU-Weinrecht für geschützte Bezeichnungen. Diese Seite ist eine fachliche Einordnung und keine Rechtsberatung; verbindlich ist die jeweils geltende Fassung der Vorschriften.