Was kostet eine digitale Speisekarte? Die Preise 2026, ehrlich aufgeschlüsselt
Die kurze Antwort: zwischen 0 € und 130 € im Monat — je nachdem, was du unter „Speisekarte" verstehst und wer die Arbeit macht. Die lange Antwort lohnt sich, weil die Preisschilder der Anbieter selten die ganze Rechnung zeigen. Hier sind die echten Zahlen, recherchiert im Juli 2026 von den öffentlichen Preisseiten.
Die vier Preisklassen im Markt
1. „Kostenlos" — mit Sternchen (0 €)
resmio Basic kostet nichts, behält aber 4 % jeder Bestellung ein (2 % bei QR-Order). MenuTiger und Almenu haben Gratis-Stufen mit hartem Limit bei Gerichten und Kategorien, dazu Fremd-Branding auf deiner Karte; MenüQR Free deckelt bei 50 Einträgen und einer Sprache. speisekarte.de ist dauerhaft gratis inklusive QR-Code — bezahlt wird dort mit Werbung und Tracking auf der Gästeseite, und die Karte liegt auf der Portal-Domain statt unter deiner eigenen Adresse. Bei 2.000 € Bestellumsatz im Monat sind 4 % Provision 80 € — mehr als jedes Abo in diesem Vergleich. Kostenlos ist hier ein Einstieg, kein Preis.
2. Selbst-Editor-Tools (12–46 €/Monat)
Die größte Gruppe: Yumzi (12–27 €/Monat je nach Bindung), SpeisekarteX (15–45 €), MenuTiger (17–46 $), FineDine Starter (27 €), Almenu Pro (6,99 $). Du bekommst einen Editor und machst alles selbst: Gerichte anlegen, Preise ändern, Allergene pflegen, Übersetzungen prüfen. Der Preis ist fair — solange du die Zeit dafür hast. Rechne nach: Wer zweimal die Woche 20 Minuten in den Editor geht, arbeitet im Jahr über 30 Stunden an seiner Speisekarte.
3. Kassen- und Bestell-Suiten (40–130 €/Monat)
orderbird (39,90 €/Monat plus verpflichtendes Kassen-Abo), resmio Premium/Ultimate (69,90/129,90 €), FineDine Growth/Premium (65/127 €). Hier ist die Karte Teil eines Bestell- und Reservierungssystems. Sinnvoll, wenn du genau das willst — teuer, wenn du eigentlich nur eine gepflegte Karte brauchst.
4. Einmalkauf (fast ausgestorben)
Das Modell „einmal zahlen, fertig" bietet im SaaS-Markt kaum noch jemand an. DISH Starter hat einen Einmal-Festpreis, nennt ihn aber erst im Checkout. VeloMenu bietet den Einmalkauf bewusst an: 299 € (zzgl. USt.), dafür gehört dir die Karte komplett — Dateien, QR-Codes, zwei Aufsteller, Anleitung. Keine Folgekosten, außer du willst welche.
Die versteckten Kosten, die auf keiner Preisseite stehen
- Provisionen: Prozente auf Bestellungen fressen jede Ersparnis. Immer die AGB nach „Transaktionsgebühr" durchsuchen.
- Kassen-Kopplung: Eine QR-Karte, die nur mit POS-System läuft, kostet real Karte plus Kasse. orderbird ohne orderbird-Kasse gibt es nicht.
- Aufsteller: Die meisten Anbieter liefern ein QR-Bild zum Selberdrucken. Ordentliche Tisch-Hardware kostet extra — bei loyal 8 € pro Tisch, bei anderen dein Bastel-Nachmittag mit Laminiergerät.
- Jahresbindung für den Werbepreis: „Ab 12 €" heißt bei Yumzi: 2 Jahre binden. Monatlich flexibel kostet dort 27 €. Fast alle Anbieter spielen dieses Spiel — wir übrigens auch (29 € im Jahresvertrag, 39 € monatlich kündbar), wir schreiben es nur direkt dran.
- Deine Arbeitszeit: Der unsichtbarste Posten. Selbst-Editor heißt: Du bist der Redakteur. Bei einer Wirtin mit Tageskarte sind das schnell 2–3 Stunden pro Woche.
Was kostet VeloMenu — und warum so?
Zwei Pakete, beide zzgl. USt., beide ohne Provision und ohne Kassen-Zwang:
- Einmalkauf, 299 € — für Betriebe mit eigenem Webmaster: Karte in deinem Design, LMIV-Allergene strukturiert, Deutsch + Englisch, QR-Codes, 2 personalisierte Tischaufsteller, komplette Datei-Übergabe mit Anleitung. Voraussetzung: Du hast Webspace und jemanden, der die Dateien hochlädt und künftige Änderungen einpflegt — der eigene Website-Betreuer, ein Familienmitglied mit Technikkenntnissen oder du selbst. Wenn das nicht zutrifft, ist der Einmalkauf die falsche Wahl: Die Karte liegt dann als Datei auf deinem Rechner und geht nie online.
- Full-Service, 99 € Einrichtung + 29 €/Monat (Jahresvertrag; monatlich kündbar: 39 €): Wir hosten auf deutschen Servern und pflegen unbegrenzt alle Änderungen ein — du schickst eine Mail oder ein Foto, fertig in unter 24 Stunden. Dazu Bestell- und Reservierungsformulare, ein 10-Tische-Aufsteller-Set und ein Ansprechpartner, der auf E-Mails antwortet statt auf Tickets.
Zum Einordnen lohnt der Blick auf die Anbieter, die ebenfalls einpflegen — nicht auf die Selbst-Editoren. FineDine bietet laufende Betreuung erst im Premium-Tarif für 127 €/Monat bei Jahresabrechnung, auf Englisch. speisekarte.de pflegt im PREMIUM-Tarif ebenfalls ein, nennt den Preis dafür aber nicht öffentlich — nur auf Anfrage. Codezwerg liefert Aufsteller inklusive und kostet 24 €/Monat, überlässt die Pflege aber dir und bietet nur einen einmaligen Eintragsservice für 39 €.
In unserem Vergleich über 16 Anbieter kombiniert keiner laufende Pflege durch den Anbieter mit einem ausgewiesenen Festpreis, einer Zeitzusage und inklusiven Aufstellern. Genau dort liegen die 29 €/Monat — und die Rechnung dahinter ist simpel: Ein Selbst-Editor-Abo plus deine Arbeitszeit kostet real mehr.
Zwei Zusagen, die im Vertrag stehen
Beides sind keine Werbeversprechen, sondern Klauseln in unseren AGB — nachlesbar, bevor du unterschreibst:
- Die 24 Stunden kosten uns Geld, wenn wir sie reißen. Schicken wir deine Änderung nicht innerhalb eines Werktags online, entfällt das Monatsentgelt für den laufenden Monat (§ 4 Abs. 4 AGB). Der Nachweis läuft über Zeitstempel, die wir protokollieren und dir auf Anfrage zeigen. Eine Zeitzusage ohne Konsequenz ist nur eine Behauptung.
- Kündigen kostet dich weder Karte noch Aufsteller. Bei Vertragsende bekommst du deine komplette Karte als Dateipaket und drei Monate lang eine Weiterleitung der alten Adresse (§ 7 Abs. 4 AGB). Deine gedruckten QR-Codes bleiben also gültig, während du umziehst. Die Aufsteller behältst du.
Der zweite Punkt ist uns wichtig, weil er die naheliegendste Frage bei einem Ein-Personen-Betrieb beantwortet: Was passiert mit meiner Karte, wenn der Anbieter ausfällt? Antwort: Du hast sie, und der QR-Code führt weiter hin.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet eine digitale Speisekarte im Monat?
Der Markt reicht von 0 € (mit Provision oder starken Limits) über 12 bis 46 € im Monat für Selbst-Editor-Tools bis 60 bis 130 € für Kassensystem-Suiten. Einmalkauf-Modelle sind selten geworden — VeloMenu bietet beides: 299 € einmal oder 29 €/Monat mit Pflege-Service.
Welche versteckten Kosten gibt es?
Die drei üblichen: Provisionen auf Bestellungen (bis 4 %), Pflichtbindung an ein Kassensystem mit eigenem Abo, und Aufsteller, die extra kosten (bis 8 € pro Tisch). Dazu kommt deine eigene Arbeitszeit, wenn du jede Preisänderung selbst einpflegen musst.
Lohnt sich der Einmalkauf oder das Abo?
Faustregel: Ändert sich deine Karte seltener als alle paar Monate und traust du dir kleine Text-Änderungen zu, rechnet sich der Einmalkauf ab dem zweiten Jahr. Ändert sich ständig etwas (Tageskarte, Saisonware), spart das Full-Service-Abo dir jede Woche Arbeitszeit.
Konkretes Angebot statt Preistabelle
Sag uns Betriebsart und Tischanzahl — du bekommst innerhalb eines Werktags ein schriftliches Angebot mit fertiger Vorschau deiner Karte. Ohne Telefontermin, ohne Verpflichtung.
Angebot anfragenAlle Angaben nach bestem Wissen recherchiert von den öffentlichen Preisseiten der Anbieter (Stand Juli 2026, Quellen verlinkt). Preise können sich ändern — verbindlich ist immer die Anbieter-Website. Der Vergleich ist sachlich und nachprüfbar gehalten (§ 6 UWG); Fehler bitte an kontakt@velo-automation.de, wir korrigieren umgehend.